November 12

Schilddrüse und gestörte Hormonproduktion

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Aus zwei Gründen widme ich mich heute diesem Thema:

  • Hashimoto tritt häufig nach Ereignissen mit hormoneller Achterbahnfahrt auf (Pubertät, Schwangerschaft/Stillzeit, Wechseljahre)
  • Die Schilddrüse liefert Hormone, die für den gesamten Stoffwechsel wichtig sind

Rolle der Schilddrüse im Hormonhaushalt

Die gesunde Schilddrüse produziert etwa 80 bis 100 µg T4 und 10 bis 50 µg T3 pro Tag. T4 ist die Speicherform und wird bei Bedarf in das wirksame T3 umgewandelt. Die Hinanhangdrüse (Hypophyse) kontrolliert diesen hormonellen Regelkreis. Sie bildet das Hormon TSH = Thyroid Stimulating Hormone. Dieses TSH wiederum stimuliert die Schilddrüse, die Hormone T3 und T4 zu produzieren. Sind genügend T3/T4 im Blut, stellt die Hypophyse die Produktion von TSH ein, der TSH-Wert sinkt. Das wiederum veranlasst die Schilddrüse, die Hormonproduktion zu drosseln. Stellt die Hypohyse dann fest, dass zu wenig T3/T4 vorhanden ist, wird vermehrt TSH gebildet.

Hier ist der Kreislauf versinnbildlicht:

Ist dieser Hormonkreislauf dauerhaft gestört, gerät unser gesamter Organismus aus dem wohltarierten Gleichgewicht.

Wofür werden T3 und T4 benötigt?

T3 ist die Abkürzung für Trijodthyronin. T4 steht für Tetrajodthyronin, auch bekannt als Thyroxin. Beide Hormone regeln unter anderem den Stoffwechsel von

  • Eiweißen
  • Fett
  • Kohlenhydraten

und beeinflussen damit direkt

  • die körperliche Entwicklung
  • das Knochenwachstum
  • die Muskulatur
  • den Cholesterinblutspiegel
  • den Energiestoffwechsel
  • den Blutdruck.

Gleichzeitig hemmen beide Hormone die Bildung energiereicher Phosphate, die Speicherung von Kohlenhydraten sowie die Bildung von Proteinen. Um diesen Aufgaben gerecht zu werden, benötigt die Schilddrüse für die Hormonproduktion Jod, Selen und Zink. Die Schilddrüse speichert das Jod aus dem umliegenden Gewebe, das können bis zu 98 % des gesamten verfügbaren Jods sein. Leider speichert die Schilddrüse auch alles andere, was nur entfernt wie Jod aussieht. Und das können zum Beispiel Schwermetalle sein wie Cadmium oder Blei. Dadurch stören die Schwermetalle die Hormonproduktion. Es kommt zu Erkrankungen der Schilddrüse. Diese Erkrankungen wirken sich dann wiederum auf andere Organe aus und führen zu weiteren Krankheitsbildern.

Schilddrüse und Bauchspeicheldrüse

Schilddrüsenüberfunktion

Bei einer Schilddrüsenüberfunktion mit zu vielen T3 und T4 im Blut, wird der Stoffwechsel aktiv. Das kann dazu führen, dass vermehrt Glucose (Zucker) aus dem Darm aufgenommen wird. Andererseits wird aus der Leber mehr Zucker freigesetzt. Dadurch steigt der Blutzuckerspiegel. Dieser Anstieg zwingt die Bauchspeicheldrüse, mehr Insulin zu produzieren. Bleibt dieser Zustand über längere Zeit unerkannt und unbehandelt, steigt die Gefahr, an Diabetes mellitus zu erkranken.

Schilddrüsenunterfunktion

Durch die Unterfunktion der Schilddrüse wird zu wenig T3 bzw. T4 produziert. Dadurch wird die Aufnahme der Glucose behindert. Dem Körper steht weniger Energie zur Verfügung. Es wird also auch weniger Insulin produziert. Reagiert der Körper auf das verminderte Hormonangebot mit Appetitlosigkeit, steigt die Gefahr einer Unterzuckerung.

Besteht neben der Schilddrüsenunterfunktion noch eine Insulinresistenz, dann wird die Unterzuckerung durch einen hohen, nicht genügend regulierten Insulinspiegel noch wahrscheinlicher.

Hormonelle Verhütung

Die Pille, das Standardmittel zur Verhütung, ist bekannt dafür, den Darm undicht zu machen (Leaky Gut). Durch die Aufnahme über den Mund gelangt der Wirkstoff in das Verdauungssystem und damit direkt auf die Darmschleimhaut. Die Hormone der Pille werden dann in der Leber abgebaut. Die Leber benötigt für die Verwertung der künstlichen Hormone deutlich länger als für den Abbau von natürlichen Hormonen. Dadurch werden die Entgiftungssysteme des Körpers langfristig belegt und können andere Aufgaben nicht wahrnehmen. Die Belastung des Körpers mit Schadstoffen nimmt zu.

Die Pille bringt also Unruhe in unseren Hormonhaushalt. Sie nimmt die starke antientzündliche Wirkung des natürlichen Progesterons weg. Kaum ein Medikament, außer den Schmerzmitteln, kann so stark Leaky Gut auslösen.

Ein weiteres problematisches Lebensmittel ist Soja.

Ernährungsbedingte Einflüsse

Hormonelle Dysbalancen können durch die Ernährung ausgelöst bzw. beeinflusst werden. Gründe hierfür sind zu hoher Zuckerkonsum bzw. zu hohes Gewicht, also Übergewicht. Das Fettgewebe ist hormonaktiv, mittlerweile weiß man, dass ca. 80 verschiedene Hormone im Fettgewebe produziert werden. Diese Hormone erhöhen wiederum die Entzündungsbereitschaft des Körpers massiv.

Vitamin D3 – Sonnenhormon

Vitamin D3 ist die Vorstufe eines Hormons. Wenn die Sonne auf unsere Haut trifft, bilden Leber und Niere aktives Vitamin D. Dieses reguliert unseren Kalzium- und Phosphatstoffwechsel und stärkt die Muskeln.

Es gibt kaum eine Krankheit, an deren Entstehung nicht auch ein Vitamin-D-Mangel mitbeteiligt wäre. Denn Vitamin D ist ein Vitamin mit entzündungshemmender Wirkung. Daraus allein erklärt sich schon sein positiver Einfluss bei den meisten chronischen Beschwerden.

Vitamin D gehört zu den fettlöslichen Vitaminen, das bedeutet, es kann im Körper gespeichert werden (im Fettgewebe und in der Leber). Von diesen Depots kann der Organismus über Wochen oder sogar Monate zehren. Die Fettlöslichkeit hat jedoch auch einen Nachteil: fettlösliche Vitamine kann man überdosieren (NEM).

Sonnenschutzmittel

Aus Schutz vor Sonnenstrahlung finden überwiegend komplexe „Chemie-Cocktails“ mit oft gesundheitsschädlichen Substanzen Einsatz.

Aber:
Die Verwendung von Sonnenschutzmitteln ist bei einem längeren Aufenthalt in der Sonne dennoch ratsam.

Wie kann ich die Schilddrüse positiv beeinflussen?

  • Vitamin D3 supplementieren oder ausreichend häufig und lang in der Sonne aufhalten (unbedeckte Haut)
  • Auf hormonelle Verhütung verzichten
  • Eine Darmsanierung/Entgiftung durchführen
  • Jod ergänzend einnehmen (in Absprache mit und unter Kontrolle eines Therapeuten)
  • Selen, Zink als NEM einnehmen
  • Soja meiden
  • Abnehmen, also Gewicht reduzieren
  • Regelmäßige Saunagänge

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