November 18

Nährstoffmangel

Was sind Nährstoffe? Wir unterscheiden zwei Arten: Makronährstoffe und Mikronährstoffe.

Makronährstoffe

Hierzu zählen:

  • Kohlenhydrate
  • Fett (Lipide)
  • Eiweiße (Proteine)

Makronährstoffe liefern unserem Körper Energie für die verschiedensten Aufgaben und Prozesse.

Ein Mangel an Makronährstoffen kann durchaus entstehen, nämlich wenn zu wenige davon gegessen werden. Das passiert zum einen, wenn wegen Stress oder während einer Fastenphase oder wegen einer Essstörung schlicht zu wenig gegessen wird. Aber auch, wenn man mengenmäßig reichlich ist, kann durch eine einseitige Ernährung (Fast Food, Low Carb, Low Fat usw.) eine Mangelsituation entstehen.

Ist die Aufnahme von Makronährstoffen ausreichend und ausgewogen, kann trotzdem eine Mangelernährung vorliegen. Viel zu oft sind es dann die Mikronährstoffe, welche in zu geringer Menge dem Körper zur Verfügung stehen.

Mikronährstoffe

Den Bereich der Mikronährstoffe bildet eine große Gruppe von Stoffen, die unser Körper in sehr geringen Mengen benötigt:

  • Mineralien
  • Vitamine
  • Sekundäre Pflanzenstoffe
  • Aminosäuren
  • Omega-Fettsäuren usw.

Die Mikronährstoffe sind nötig, damit Prozesse wie Wachstum und Regeneration ordnungsgemäß stattfinden können.

Die Ursachen für einen Mangel an Mikronährstoffen sind vielfältig. Hier seien nur exemplarische Beispiele genannt. Die oben bereits erwähnte einseitige Ernährung führt ebenfalls zu Mangelerscheinungen bei den Mikronährstoffen. Oftmals ist aber trotz ausreichender und vielseitiger Ernährung ein Mangel vorprogrammiert. Denn Produkte aus konventioneller Landwirtschaft sind heutzutage sehr nährstoffarm.  Die Gründe sind unter anderem:

  • Obst und Gemüse:
    • Verarmte, ausgelaugte Böden
    • Pestizide
    • Herbizide
    • Monokulturen mit schwindender Artenvielfalt
  • Fleisch aus Massentierhaltung
    • Sojabasiertes Kraftfutter
    • Stallhaltung – artUNgerechte Haltung
    • Medikamente und Futterzusätze (Antibiotika, Jod usw.)

Häufigste Mängel

Am meisten fehlt es in der heutigen Ernährung an Vitaminen. Hier sind einige der am meisten auftretenden Mängel genannt:

  • Vitamin D3 – Entzündungshemmer
  • Vitamin B12 – gesundes Nervensystem
  • Vitamin A – Entzündungshemmer
  • Vitamin E – Radikalenfänger
  • Vitamin B6 – Entgifter
  • Folsäure (B9) – Entgifter

Aber auch Mineralstoffe werden zunehmend zu wenige aufgenommen:

  • Jod (ggf. auch Jodüberschuss)
  • Selen
  • Zink
  • Kupfer
  • Magnesium
  • Calcium

Weitere Nährstoffräuber gelangen vielfach und unbedacht in unseren Stoffwechsel. Die orale hormonelle Verhütung (Pille) ist ein vieldiskutiertes Beispiel. Zum einen verursachen ihre Bestandteile wohl einen löchrigen Darm (Leaky Gut), was wiederum dazu führt, dass Stoffe ins Blut gelangen, die dort nicht sein sollten. Zum anderen blockieren die Abbauprodukte unsere Entgiftungssysteme langfristig. So können Leber, Nieren & Co. sich nicht um andere Giftstoffe kümmern, die nun den Stoffwechsel belasten.

Ein ganz großes Thema sind Umweltgifte als Nährstoffräuber. Deshalb gibt es an anderer Stelle einen größeren Text dazu.

Leaky Gut

An dieser Stelle erläutere ich kurz den löchrigen Darm. Las löchrig bezeichnet man eine Darmwand bzw. Darmschleimhaut, welche undicht ist. Die Tight Junctions sterben ab und bilden große Lücken. Durch diese gelangen Giftige Abbauprodukte in den Organismus. Dadurch entsteht ein größerer als normal üblicher Entgiftungsaufwand. Für diese zusätzliche Entgiftung werden mehr Nährstoffe als normal benötigt. Deshalb bezeichne ich den löchrigen Darm als Nährstoffräuber.

Weitere Ursachen für Nährstoffmangel

Neben den Umweltgiften und dem Leaky Gut spielen andere Ursachen ebenfalls in den Bereich Nährstoffmangel. Wobei hier oft nicht ausreichend geklärt ist, was zuerst da war:

Chronische Erkrankungen sind oft gekennzeichnet durch sogenannte stille Entzündungen. Dadurch werden viel mehr Antioxidantien verbraucht als in einem gesunden Zustand. Bei Krankheiten werden meist mehr Antioxidantien benötigt als zur Verfügung stehen.

Mitunter bestehen Fehlfunktionen von Organen und Geweben, zum Beispiel Resistenzen (Insulin) und Blockaden (Entgiftung). Dann findet sich zum Beispiel im Blut mehr (Insulin) und kommt nicht in ausreichender Menge in die Zellen. Auch solche eine (mitunter genetisch veranlagte) Situation kann zu Nährstoffmängel führen.

Nährstoffmängel beseitigen

Die große Frage ist nun, wie man solche Nährstoffmängel beseitigt. Zuallererst sollte ein Nährstoffmangel durch eine labortechnische Analyse festgestellt werden. Dann kann man unter therapeutische Anleitung die Mängel gezielt beseitigen. Große Mängel, die schnell beseitigt werden sollen, können mittels Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln (NEM) aufgelöste werden.

Auch durch die geschickte Auswahl unserer täglichen Nahrung könne wir dafür sorgen, dass Nährstoffmangel gar nicht erst entsteht. Unsere Ernährung sollte im Idealfall ausgewogen, artgerecht, saisonal, regional sein mit gelegentlichem Konsum von Fleisch von Weidetieren. Zusätzlich darf die Nahrung angepasst sein an bestehende Unverträglichkeiten bzw. Erkrankungen.

Weitere Maßnahmen wie regelmäßige und ausreichende Bewegung bzw. Sport, eine regelmäßige Entgiftung sowie regelmäßige Kontrolle der Werte sollen die ausgewogene Ernährung ergänzen.


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