Mai 14

Zucker

Zucker ist ein ganz besonderer Verführer. Schon als Kinder wurden wir mit Süßem belohnt, getröstet oder zur Ruhe gebracht. Und auch heute noch greifen wir zu Süßem, wenn wir gestresst, traurig oder auch gelangweilt sind.

Doch zunächst erst einmal: Was ist Zucker? Üblicherweise wird diese Substanz als Haushalts-, Kristall- oder auch Industriezucker bezeichnet. Man rührt sie sich in den Kaffee oder Tee, sie ist im süßen Brotaufstrich genauso zu finden wie in Kuchen, Wurst, Fertignahrung usw. Die Fachbezeichnung lautet Saccharose.

Andere Zuckerformen gibt es natürlich auch. Diese werden als Saccharide bezeichnet. Sie findet man als Einfachzucker wie Glukose (Traubenzucker) und Fruktose (Fruchtzucker) oder als Mehrfachzucker (aus vielen Einfachzuckerbausteinen zusammengesetzt). Das bekannteste Beispiel für Mehrfachzucker ist die Stärke.

Wenn Du auf eine Zutatenliste auf einer Verkaufsverpackung schaust, dann achte doch mal auf die Angaben, die mit –ose enden. Neben Glukose und Fruktose gib es auch noch Laktose (Milchzucker), Maltose (Malzzucker). Und einen zweiten Blick wirfst Du auf die durchschnittlichen Nährwertangaben. Viele Lebensmittel enthalten entweder von Natur aus Zucker oder Bestandteile mit Zucker, welche nicht deklariert werden müssen.

Viele natürliche Lebensmitte enthalten Zucker, zum Beispiel Früchte und Getreide. Das ist nicht verwerflich, denn in der Regel verstoffwechseln wir diese Zuckerarten sehr gut.

Was ist dann so schlimm am Zucker?

Schlimm ist das, was an den Lebens- und Nahrungsmitteln an Zucker zugesetzt wird. Und was dann in großer Menge konsumiert wird. Normaler Haushaltszucker besteht aus Glukose und Fruktose.

Ein zu hoher Zuckerkonsum kann zu verschiedensten Symptomen und Krankheiten führen:

  • Müdigkeit
  • Antriebslosigkeit
  • Depressionen
  • Magen- und Darmprobleme (Blähungen, Durchfall, Verstopfung)
  • Haarausfall
  • Hautkrankheiten
  • Pilzbefall
  • Menstruationsbeschwerden
  • Nervosität
  • Schlafstörungen
  • Konzentrationsschwäche
  • Und so weiter

Was passiert im Körper, wenn wir Zucker essen?

Grob gesagt: jedes Mal, wenn wir Zucker oder isolierte Kohlenhydrate (zum Beispiel Weißmehl, Stärke) zu uns nehmen, schüttet die Bauchspeicheldrüse eine große Menge Insulin aus, um den Zucker aus dem Blut zu entfernen. Je öfter wir Zucker essen, umso mehr muss die Bauchspeicheldrüse arbeiten. Schlimmstenfalls haben wir einen chronisch erhöhten Insulinspiegel. Dieser begünstigt die Entstehung von Entzündungen und beschleunigt somit den Fortschritt vieler chronischer Krankheiten.

Was können wir also essen, wenn uns die Lust auf Süßes heimsucht?

Es kommt wie immer auf die Dosis und die Häufigkeit an. Gelegentlich ein Eis, ein Stück Kuchen oder ein süßer Nachtisch wird kein Problem sein, wenn wir sonst eine sehr zuckerarme Ernährung präferieren. Eine zuckerarme Ernährung besteht aus Getränken, denen kein zusätzlicher Zucker hinzugefügt wurde: Wasser, Kaffee, Tee, Gemüsesäfte. Aus viel Gemüse, wenig Getreide. Aus Fleisch, Fisch. Aus wenig Milchprodukten, hier sind die fermentierten Nahrungsmittel besser zu verdauen.

Obst sollte nicht als Saft, sondern als Frucht konsumiert werden. Denn so ist der Zucker an Ballaststoffe gebunden. Dadurch wird der Zucker langsamer an das Blut abgegeben. Achte auf kernhaltiges Obst. Das ist noch wesentlich natürlicher in seinen Inhaltsstoffen als die kernlose Hybridvariante.

Vermeide Weißmehl und alle anderen isolierten Kohlenhydrate. Das sind leere, nährstofflose Kalorien. Oder anders ausgedrückt: nichts als Glukosemoleküle. Iss stattdessen die Vollkornvariante. Und sei Dir bewusst, dass ein helles Brötchen mit Marmeladenaufstrich purer Zucker ist. Statt Vollmilchschokolade probiere doch mal die ganz dunkle Variante. Je dunkler die Schokolade, desto mehr Kakao und umso weniger Zucker enthält sie.

Und wenn es dann doch mal das Süßen mit Zucker sein soll, verwende eine gesündere Alternative: Yaconsirup oder Yaconpulver, Honig in geringen Mengen, Kokosblütenzucker. Die Verwendung von Zuckeraustauschstoffen wie Sorbit, Xylit, Erythrit, Mannit, Maltit, Isomalt, Stevia ist sinnvoll, wenn sie nicht mit anderen Süßstoffen kombiniert sind. Alle diese genannten Stoffe schaden der Gesundheit nicht.

Es wäre ein guter erster Schritt, etwas weniger zum Süßen zu verwenden.


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