Januar 13

psychische Gesundheit

Heute steht auf meinem Kalender Freitag, der 13. –

 – schon kreiert sich in meinem Kopf das Bild von der schwarzen Katze, die hocherhobenen Hauptes meinen Gartenweg von links überschreitet und ich spüre gleich ein mulmiges Gefühl in der Magengegend.

„Na klasse – das kann ja heute nur noch schlimmer werden!“ Was für ein blöder Glaubenssatz! Zum Glück schaltet sich mein Verstand ein und lässt das Gruseln verschwinden.

So ungefähr funktioniert unsere Psyche, wenn wir gesund und ausgeglichen sind. Wir fühlen uns wohl, können unsere kognitiven Fähigkeiten ausschöpfen, sind produktiv, leisten unseren Beitrag für die Gesellschaft und können Belastungen bewältigen.

Was wir unter psychische Gesundheit verstehen

Der Begriff Psyche stammt aus dem Altgriechischen und bedeutet Seele oder auch Schmetterling. Hört sich doch viel liebevoller und persönlicher an und so ist es auch.

Unsere Seele umfasst alle unsere individuellen geistigen Eigenschaften; mein Fühlen, Wahrnehmen, Denken, unsere Empfindungen, Intuition, die Empathie und unser Wissen. All das macht dann auch unser Handeln aus. Somit kann ich dann auch an einem Freitag, den 13. den unguten Gefühlen und Gedanken trotzen.

Nach Auffassung des österreichischen Arztes Sigmund Freud liegen allen unseren Handlungen psychische Motive, also Antriebsgründe und Beweggründe zugrunde. Was für uns „normale“ Menschen bedeutet, dass wir für unser sogenanntes Seelenheil auch selbst-verantwortlich sind. Und das gilt auch, wenn du dich schlecht oder krank fühlst oder einfach einen beschissenen Tag hast. Vielleicht leidest du ja auch an Hashimoto, wie ich.

Kennst du deine Seele? Weißt du, wann und mit wem du dich wohl fühlst? Weißt du, was dir guttut? Weißt du, was dich glücklich und zufrieden macht?

Vielleicht ist es ein Kuscheln mit deinen Kindern, ein genussvolles Schaumbad mit deiner Lieblingsmusik, eine Yogaeinheit oder ein Spaziergang durch den sonnenüberfluteten Laubwald. Egal was es ist, es gibt dir ein Gefühl von Ruhe und Gelassenheit. Damit bist du übrigens schon mitten in deiner ganz persönlichen Psychohygiene, denn psychische Gesundheit können wir ähnlich wie einen Muskel trainieren.

Was alles zur Psychohygiene gehört:

  1. Selbstfürsorge: Halte mehrmals am Tag inne. Hörst du auf deinen Körper und deine Seele? Was brauchen die beiden? Gibst du ihnen dies? Auch Grenzen setzen und „Nein“ – Sagen gehören dazu.
  2. „Du bist, was du isst“: Ist deine Ernährung gesund, nährstoffreich und ausgewogen? Hast Du eine Obstschale, auf die du mehrmals täglich zugreifst? Weißt du, woher das kommt, was du deinem Magen gibst? Trinkst du ausreichend? Bleiben Süßes, Alkohol und Kaffee die Ausnahme im Alltag?
  3. Erholsamer Schlaf: Achtest du auf einen gesunden Schlafrhythmus? Welche Gedanken und Gefühle willst Du mit in den Schlaf nehmen? Für was warst du heute dankbar? Auf was freust du dich morgen?
  4. Bewegung: Ungute Gefühle und Gedanken verfliegen am besten bei einem Spaziergang an der frischen Luft. Regelmäßiger gesunder Sport ist das beste Mittel beim Abbau von Stresshormonen. Lerne, deine Körper zu spüren. Und: Kannst du deine Sexualität leben?
  5. Gesunde Beziehungen: Fühlst du dich in deinem Umfeld wohl? Verbringst du ausreichend Zeit mit denen, die dir guttun? Grenzt du dich auch von denen ab, die dir Energie ziehen?
  6. Kommunikation: Kannst du deine Gefühle benennen? Wo und wie kannst du über deine Gefühle und Gedanken sprechen? Geben dir deine Glaubensätze Kraft und motivieren dich?
  7. Eigenzeit: Hast du mindestens eine Stunde täglich nur für dich? Wie nutzt du sie? Gehst du einem Hobby nach, das dich befriedigt? Kannst du auch das Nichts tun und die Stille um dich genießen?
  8. Realistische Ziele und Pläne: Stellst du dir realistische Ziele, die dich motivieren und antreiben? Planst du auch im privatem Bereich Höhepunkte, auf die du dich jetzt schon freust? Hast du einen Wochenplan, den du abarbeitest? Aufgaben erfüllen, macht zufrieden und glücklich.
  9. Sinnvolle Arbeit: Für die Gemeinschaft nützlich sein, befriedigt. Gibt dir deine Arbeit Sinn? Wird deine Leistung wertgeschätzt? Auch die, die du täglich zuhause leistest? Belohnst du dich dafür?

Ja – das ist eine ganze Menge an Möglichkeiten, unsere Seele gesund zu halten oder auch wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Manches ist schon so selbstverständlich in uns angekommen. Anderes gilt es, sich anzuschauen und anzugehen.

Wenn unsere Seele „schreit“

Wenn wir betrübt, nervös, gereizt sind, an Schlafstörungen leiden oder uns nicht motivieren können, dann sollten unsere Alarmglocken schrillen. Dann ist unsere Psyche einem Stress ausgesetzt, den sie nicht mehr bewältigen kann.

In Stress kommen wir bereits, wenn wir Belastungen nicht bewältigen können oder glauben, es nicht zu können. Schon ein „Ich schaff das nicht“ lässt den Blutdruck steigen, die Muskeln anspannen, Herz und Atmung gehen heftiger und unsere Verdauung wird zurückgefahren.

Jetzt sollte dein „Erste Hilfe“ Koffer zum Einsatz kommen:

  • Hinsetzen, auf deinen Atem hören und eine Tasse Tee genießen.
  • Bewusstes wahrnehmen, woher deine unguten Gefühle kommen. Sorgen aufschreiben.
  • Entspannungsübungen absolvieren, in die Natur gehen, eine Sporteinheit machen
  • Über deine Probleme reden, Freunde treffen
  • Lösungen finden, konkrete Schritte angehen
  • Dich selbst belohnen
  • Glückstagebuch führen, Affirmationen zur Stärkung deiner Selbstliebe formulieren

Wenn die Seele nicht aufhört zu schreien, solltest du dir unbedingt professionelle ärztlich Hilfe holen.

Anhaltender psychischer Stress löst körperliche Erkrankungen aus. Er belastet unseren Stoffwechsel, führt zur Verkrampfung unserer Muskulatur. Verspannungen, Magen- und Verdauungsprobleme oder anhaltende Kopfschmerzen sind erste Symptome.

Der Körper kann seine Funktionen nicht mehr ordnungsgemäß abrufen. Unser Immunsystem und unsere Organe arbeiten nur noch auf Sparflamme, was Krankheitserregern und Krebszellen die Türen öffnet. Chronisch gestresste Menschen werden deshalb schneller krank.

Fazit

Unsere psychische Gesundheit ist direkt mit unserer ganz persönlichen Lebensweise, unserem Essverhalten und unserem Umfeld verbunden. Wir können sie, ähnlich wie unsere Muskeln trainieren, indem wir unsere Gefühle und Gedanken bewusst wahrnehmen und sie in die Richtung steuern, die uns guttut, zufrieden und glücklich macht.

Und was hat das jetzt mit „Freitag, dem 13.“ zu tun?

Die Zahl 13 gilt schon lange als Unglückszahl, vermutlich weil sie die erste Zahl nach der 12 ist. Und die ist in vielen Kulturen besonders heilig: 12 Monate, 12 Tierkreiszeichen, und 12 Apostel…

Mit dem Aberglauben, also der Urangst vor etwas Dämonischem oder Bedrohlichem wurden schon zu Urzeiten Völkerstämme manipuliert und in Kriege getrieben. Heute noch gibt es Menschen, die sich von der schwarzen Katze da draußen beeinflussen lassen und lieber unter die Bettdecke kriechen als den Erdentag zu genießen.

Ich wünsche dir heute einen erfolgreichen und glücklichen Tag!


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