März 24

Ashwagandha

Was für ein wohlklingender Name! Irgendwie wirkt er beruhigend und entspannend und erinnert an das „Namaste“ im Yoga. Da können wir schon erahnen, wohin unser Lesereise heute geht.

Ashwagandha, auch bekannt als Winterkirsche, Schlafbeere oder Indischer Ginseng ist eine mehrjährige Krautpflanze mit roten Beeren der Nachtschattengewächse, die in Indien, dem Nahen Osten und auch in Nordafrika heimisch ist.

Ihr Name stammt aus dem Sanskrit, einer alten indischen und im Hinduismus, Buddhismus und Jainismus heilige Sprache. Wortwörtlich bedeutet er “Geruch des Pferdes”, denn die Wurzel riecht wie Pferdeschweiß. Nicht gerade appetitlich, dafür aber höchst wirksam.

Ashwagandha wird in der indischen Heilkunde schon seit 5000 Jahren zur Förderung der Lebenskraft verwendet. Es soll innere Ruhe und Stärke verleihen, Angstzustände reduzieren, die Energie, Vitalität und Leistung steigern, als ein natürliches Aphrodisiakum wirken, Körper und Geist verjüngen und Langlebigkeit fördern.

Das passt natürlich auch perfekt zur gestressten westlichen Lebensweise, so dass Ashwagandha in den letzten Jahren auch als Nahrungsergänzungsmittel an Popularität gewonnen hat. Die aus den Wurzeln gewonnen Extrakte werden als Pulver, in Kapseln, Tabletten und auch in flüssiger Form angeboten.

Welche Ashwandha Inhaltstoffe gesundheitsfördernd sind:

Die Waldkirsche besitzt zahlreiche gesundheitsfördernde Inhaltsstoffe, die für Wissenschaft und Medizin interessant sind und intensiv erforscht werden.

Der wichtigste bioaktive Bestandteil der Ashawandha-Pflanze sind Withanolide. Diese Verbindungen haben eine adaptogene Wirkung, das heißt, sie können dazu beitragen, den Körper bei der Bewältigung von Stress zu unterstützen und die Widerstandsfähigkeit gegen Stress zu erhöhen. Einige Studien deuten darauf hin, dass Withanolide auch entzündungshemmende und antioxidative Eigenschaften haben können.

Weitere Wirkstoffe, die in Ashwagandha gefunden wurden, sind unter anderem Alkaloide wie Somniferin, Tropin und Withasomnin sowie Steroide wie Beta-Sitosterol.

Somniferin wirkt beruhigend und hilft, den Schlaf zu verbessern und zu regulieren. Tropin hat eine Vielzahl von Wirkungen, einschließlich schmerzstillender, krampflösender und psychoaktiver Eigenschaften. Withasomnin wirkt entzündungshemmend und kann somit auch Schmerzen im Körper lindern.

Das Steroid Beta-Sitosterol ist in der Lage, den Cholesterinspiegel zu senken und Entzündungen zu reduzieren. Es dient auch zur Unterstützung des Immunsystems und zur Vorbeugung von Prostataerkrankungen.

Daneben finden wir aber auch Saponine, Flavonoide, Polyphenole und Aminosäuren sowie Cholin und eine große Menge an Eisen vor.

Wie Ashwandha auf unsere Gesundheit wirkt:

Die breite Angebotspalette an gesundheitsfördernden Wirkstoffen, die uns Ashwagandha bietet, nutzt mittlerweile auch zunehmend die moderne medizinische Praxis. Einige der gesundheitlichen Vorteile von Ashwagandha sind:

Stressreduzierung: Die adaptogenen Eigenschaften von Ashwandha tragen dazu bei, den Körper besser auf Stressoren vorzubereiten und Stresssymptome zu reduzieren.

Verbesserung der kognitiven Funktion: Ashwagandha kann die Gehirnfunktion unterstützen, indem es die Gedächtnisbildung und die kognitive Leistung verbessert.

Reduzierung von Angstzuständen und Depressionen: Ashwagandha kann helfen, die Symptome von Angstzuständen und Depressionen zu lindern und den mentalen Zustand zu verbessern.

Unterstützung des Immunsystems: Ashwagandha hat immunmodulatorische Eigenschaften, die dazu beitragen können, das Immunsystem zu stärken und das Risiko von Infektionen und Krankheiten zu reduzieren.

Entzündungshemmung: Ashwagandha hat entzündungshemmende Eigenschaften und kann dazu beitragen, Entzündungen im Körper zu reduzieren, die mit verschiedenen Erkrankungen in Verbindung gebracht werden.

Verbesserung des Schlafs: Ashwagandha kann dazu beitragen, den Schlaf zu verbessern und zu regulieren, indem es beruhigende und entspannende Eigenschaften hat.

Erleichterung der Gewichtsreduzierung: Aufgrund ihrer stressreduzierenden Wirkung und ihrer stabilisierenden Auswirkungen auf den Blutzuckerspiegel trägt Ashwagandha dazu bei, das Essverhalten zu normalisieren und in Gleichgewicht zu bringen.

Verbesserung der sportlichen Leistung: Ashwagandha kann dazu beitragen, die körperliche Leistungsfähigkeit zu verbessern, indem es die Muskelmasse und die Kraft erhöht und die Ermüdung reduziert.

Welche Nebenwirkungen bei der Einnahme auftreten können:

Die Einnahme von Ashwagandha wird im Allgemeinen als sicher angesehen, wenn sie in angemessenen Mengen eingenommen wird. Ist die Dosierung zu hoch oder leiden wir an bestimmten Gesundheitszuständen, kann es unter Umständen zu Nebenwirkungen kommen. Dazu gehören:

  • Magen-Darm-Beschwerden, wie Übelkeit, Durchfall oder Bauchschmerzen
  • Leistungsabfall durch Schläfrigkeit oder Müdigkeit
  • Senkung des Blutdrucks, das zu Schwindel oder Benommenheit führen kann
  • Allergische Reaktionen, wie Hautausschlägen, Schwellungen oder Atembeschwerden

Außerdem kann Ashwagandha mit bestimmten Medikamenten interagieren, so dass es zu unerwünschten Wechselwirkungen z.B. mit blutverdünnenden Medikamenten und Medikamenten zur Senkung des Blutzuckerspiegels kommen kann. Es ist also nicht für jeden geeignet. Wenn Sie Schwanger und Stillende oder chronisch Erkrankte sollten vor der Einnahme ihren Arzt konsultieren.

Ashwagandha und Hashimoto:

Bei einer Schilddrüsenunterfunktion wie Hashimoto leiden wir an den unterschiedlichsten Symptomen und das verursacht uns noch mehr Stress, als wir ohnehin schon haben.

Ashwagandha ist hier einen Versuch wert. Ihre Wirkstoffe bieten gerade hier eine mögliche zusätzliche Behandlungsoption. Einige Studien haben gezeigt, dass es für Hashimoto-Thyreoiditis einige Vorteile haben kann. So kann die Produktion von Schilddrüsenhormonen stimuliert werden und damit auch helfen, das überaktive Immunsystem zu regulieren. Die entzündungshemmenden Eigenschaften unterstützen, Symptome zu lindern und unseren Stress zu reduzieren. Es kann uns außerdem bei der Gewichtsreduzierung helfen.

Wissenschaftlich hundertprozentig abgesegnet ist das alles noch nicht. Fakt ist, dass Ashwagandha auf unsere Schilddrüsenfunktion einwirkt, so dass eine Absprache mit dem Arzt zur individuellen Dosierung und Einnahme zu empfehlen ist. Außerdem sollten die Schilddrüsenwerte regelmäßig überwacht werden, um sicherzustellen, dass sie im normalen Bereich bleiben.

Fazit:

Die wachsende Nachfrage nach Ashwagandha als Nahrungsergänzungsmittel ist auf eine zunehmende Beliebtheit von natürlichen und pflanzlichen Heilmitteln sowie auf das wachsende Interesse an ayurvedischer Medizin zurückzuführen.

Die positiven Auswirkungen von Ashwagandha auf Stress, Schlaf, Entzündungen und andere gesundheitliche Probleme haben dazu beigetragen, dass es als nützliches Ergänzungsmittel angesehen wird.

Vor allem in Form von Kapseln erfreut sich Ashwagandha großer Beliebtheit, doch auch Pulver, Öl oder Tee werden im Extraktionsverfahren direkt aus den Wurzeln und Blättern der Ashwagandha gewonnen.

Die empfohlene Tagesdosis liegt zwischen 250 mg und 600 mg und hängt unter anderem von Gewicht und Alter und der individuell vorhandenen Beschwerdeintensität ab.

Optimalerweise wird das Produkt regelmäßig und über mehrere Monate angewendet. Bei der Einnahme sollte stets auf die passende Dosis geachtet werden, denn wie für praktisch alle Produkte gilt auch bei Ashwagandha:

Es kommt auf das richtige Maß und auf die Qualität an.

Information:

Welche Konzepte es zu entzündungshemmender Ernährung insbesondere bei Autoimmunerkrankungen wie Hashimoto gibt und wie du sie stressfrei umsetzen kannst, erläutere ich in meinem nächsten Webseminar. Hier warten auch Checklisten, Einkaufshilfen, Beispielrezepte und ein neues E-Book.

Buchung sind möglich unter: https://peggywolf.de/workshop-ernaehrung-bei-hashimoto/


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