März 17

Ernährungsbedingte Entzündungen

Du bist, was du isst!

So wie wir mit einer ausgewogenen Ernährung unsere körperliche und seelische Gesundheit stärken, so können wir aber auch unserem Körper mit unseren Ernährungsgewohnheiten Schaden zufügen und das mit weitreichenden Folgen.

Welchen Einfluss Ernährung auf unseren Körper hat:

Wie die Luft zum Atmen brauchen wir feste Nahrung oder genauer einen ausgewogenen Mix an Nährstoffen, damit unser Körper ordentlich funktioniert. Sie dienen uns:

Für unsere Energieversorgung: Unsere Ernährung liefert unserem Körper die Energie, die wir brauchen, um zu funktionieren und unseren täglichen Aktivitäten nachzugehen. Die Kohlenhydrate, Proteine und Fette, die wir aufnehmen, werden vom Körper in Energie umgewandelt.

Zum Körperwachstum und -Reparatur: Unser Körper braucht ausreichend Nährstoffe, um zu wachsen, sich zu entwickeln und sich zu reparieren. Neben den Proteinen, Kohlenhydraten, und Fette sind Vitamine und Mineralstoffe wichtigen Nährstoffe, die unser Körper aus der Nahrung gewinnt.

Zur Regulierung von Stoffwechselprozessen: Unsere Ernährung dient auch zur Hormonproduktion und zur Produktion von Enzymen im Körper. Das Insulin, das Hormon, das den Blutzuckerspiegel reguliert, wird durch die Kohlenhydrate beeinflusst, die wir essen. Enzyme, die für die Verdauung von Nahrung benötigt werden, werden durch bestimmte Nährstoffe, wie Ballaststoffe aktiviert.

Zur Unterstützung unseres Immunsystems: Die Ernährung hat auch Einfluss auf unser Immunsystem. Vitamin C, D, Zink, Eisen und Selen und auch die Omega-3-Fettsäuren fördern die Produktion von Immunzellen und unterstützen unsere körpereigenen Abwehr- und Entgiftungsprozesse.

Wie ein Schweizer Uhrwerk greift ein Rädchen auf das andere und löst damit den komplexesten Mechanismus aus, den die Erde geschaffen hat – uns.

Sobald dieses Zusammenspiel gestört wird, tickt unser Körper im wahrsten Sinne nicht mehr richtig. Natürlich will er uns davon in Kenntnis setzen, indem er mit Entzündungen reagiert und uns damit auf Fehlfunktionen aufmerksam machen will.

Welche ernährungsbedingte Auslöser Entzündungen hervorrufen können:

Viele Faktoren können stille Entzündungen, auch chronische, subklinische oder leise Entzündungen genannt, auslösen und fördern. Dazu gehören:

1. Eingeschränkte Ernährungsqualität:

    Auch wenn uns die industriell gefertigten Lebensmittel den Alltag erleichtern wollen, für unsere Gesundheit sind sie in keinster Weise geeignt.

    Fast 84 Millionen Deutschen wollen täglich gesättigt werden und die Nahrungsmittelindustrie will effizient und profitabel arbeiten. Wen wundert es da noch, wenn sich in unseren industriell hergestellten Lebensmitteln alles andere als Nahrhaftes tummelt. Das auf den meisten Etiketten oft nur Kleingedruckte verspricht nichts Gutes:

    Raffinierte Kohlenhydrate und Zucker können den Blutzuckerspiegel schnell ansteigen lassen und den Körper dazu zwingen, mehr Insulin zu produzieren. Das Risiko für Typ-2-Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöhen sich. Gleichzeitig wird das Gleichgewicht unserer Darmflora gestört, die auf unser gesamtes Immunsystem wirkt. Damit wird die Aufnahme von Schilddrüsen-Nährstoffen wie Jod, Zink, Tyrosin, Selen, Vitamin D und Eisen minimiert und verursacht unter anderem Magen-Darm-Erkrankungen wie Morbus Crohn, Gastritis und Darmkrebs.

    Transfette, also chemisch hergestellte ungesättigte Fettsäuren erhöhen den Cholesterinspiegel und beeinträchtigen die Funktion der Zellmembranen. Sie unterstützen unter anderem das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes.

    Konservierungsmittel und andere chemische Zusätze erhöhen die Produktion von Entzündungsmediatoren im Körper und irritieren unser Immunsystem auf neue. Auch sie sind verantwortlich für chronische Entzündungen, Herz- und Krebserkrankungen.

    Verarbeitetes Fleisch wie Wurst, Speck, Schinken und Arten von Aufschnitt werden geräuchert, gepökelt oder fermentiert, um ihre Haltbarkeit zu verlängern und ihren Geschmack zu verbessern. Dabei werden oft schädliche Substanzen wie Nitrate, Nitrite und Konservierungsmittel hinzugefügt. Der Konsum von verarbeitetem Fleisch erhöht das Risiko an Darmkrebs, Bauchspeicheldrüsenkrebs und Prostatakrebs zu erkranken.

    Mit dem Griff zu verarbeiteten Lebensmitteln verlieren wir leider oftmals auch den Blick für die notwendige Aufnahme an Vitaminen und Ballaststoffen, also die unverdaulichen Bestandteile pflanzlicher Lebensmittel. Die fehlen uns dann bei unseren Verdauungsprozessen und der Regulierung des Blutzucker- und Cholesterinspiegels.

    Und schon wieder werden damit Entzündungsprozesse gefördert.

    2. Energiedysbalance

    Eine Energiedysbalance liegt vor, wenn unsere Energieaufnahme, also Kalorienzufuhr nicht mit unserem Energiebedarf übereinstimmt. Bei Diäten nutzen wir die sogenannte negative Energiedysbalance, um Fett zu verbrennen und an Gewicht zu verlieren.

    Nimmt unser Körper mehr Energie auf als er verbraucht, sprechen wir von einer positiven Energiedysbalance. und die führt uns auf direktem Wege zum Übergewicht oder Fettleibigkeit. Darunter leiden laut Robert Koch-Institut rund 67% der Männer und 53% der Frauen in Deutschland, Zahl steigend!

    Der maßlose Überfluss an Süßwaren und als Energiedrink verpacktem flüssigen Zucker, der uns in endlosen Regalen im Supermarkt, an der Tankstelle oder beim Bäcker angeboten wird, purzelt wie von selbst in unsere Einkaufswagen. An der Fleischtheke warten die mit GEN-Futter gemästeten, kalorienreichen und vor Fett triefenden Schweinesteaks. So können wir ganz leicht und locker unser „Hüftgold“ mehren, mit schwerwiegenden Folgen:

    Unser Fettgewebe produziert verschiedene Hormone, Zytokine und andere Moleküle. Insbesondere produzieren Fettzellen vermehrt sogenannte Adipokine. Darunter fallen auch Leptin und Resistin. die Entzündungsreaktionen auslösen oder verstärken; vor allem, wenn wir zu viel davon haben.

    Die vom Bauchfett ausgeschüttete Entzündungsmediatoren tragen dazu bei, dass sich unsere Stoffwechselprozesse verändern. Das führt zu Schäden an gesundem Gewebe und fördert chronische Entzündungen. Übermäßiges Fettgewebe kann darüber hinaus zu einer Insulinresistenz führen. Unser Körper ist nicht mehr in der Lage, Insulin effektiv zu nutzen und die Regulierung des Blutzuckerspiegels aufrecht zu erhalten. Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Schlaganfall, bestimmte Krebsarten und Gelenkprobleme sind Folgen von durch Übergewicht und Fettleibigkeit verursachte Entzündungen.

    3. Mangel an antioxidativen Nährstoffen:

    Frisches Obst und Gemüse heutzutage ausreichend, bunt und täglich auf den Tisch zu bekommen, wird bei den steigenden Preisen für so manchen fast unerschwinglich. Abgesehen davon reduzieren Monokulturen, GEN-Manipulationen, Pestizid belastete und mit Konservierungsstoffen behandelte Paprikas, Äpfel und Co den Nährstoffgehalt stetig.

    Dabei brauchen wir dringend Nährstoffe wie Vitamin C und E, das Provitamin A, Beta-Carotin und die Spurenelemente Zink und Selen. Sie sind die Gegenspieler von freien Radikalen, die zum einen während der verschiedener Stoffwechselprozesse gebildet werden, zum anderen durch schädliche äußere Einflüsse wie Umweltgifte oder UV-Strahlung entstehen.

    Versorgen wir unseren Körper nicht ausreichen mit diesen Nährstoffen, gerät unsere körpereigene Radikalentgiftung in Schieflage. So entstehen überschießender oxidativer und auch nitrosativer Stress, die direkt auf unsere Zellen wirken und ein Ungleichgewicht unserer Sauerstoff- Stickstoffproduktion fördern.

    Reaktiver Sauerstoff verursacht oxidative Schäden an Proteinen, Lipiden und DNA. Diese Schäden können zu Entzündungen und Zellschäden führen und das Risiko für bestimmte Krankheiten wie Krebs, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und neurodegenerative Erkrankungen erhöhen.

    Reaktiver Stickstoff kann bei höheren Konzentrationen zu einer Vasodilatation (Blutgefäßerweiterung) und niedrigem Blutdruck führen. Reaktive Chlorverbindungen führen bei längerer Exposition zu chronischen Atemwegserkrankungen oder auch zu Schäden an den Schleimhäuten des Magen-Darm-Trakts.

    Ausblick

    In den 70 er Jahren hatte die US-amerikanische Regierung die Nase voll von den Dicken und Kranken, die ihr Gesundheitssystem von Jahr zu Jahr mehr schröpften. Zur Vorbeugung von Ernährungsproblemen entwickelten sie eine visuelle Darstellung von empfohlenen Nahrungsmitteln und -mengen für eine ausgewogene und damit gesunde Ernährung. Seitdem wurde die Ernährungspyramide weltweit weiterentwickelt und weitere Strukturen geschaffen, um uns Konsumenten aufzuklären und zu sensibilisieren.

    Dennoch bleibt die Frage, wie wir die über 8 Milliarden Menschen auf unserer Welt gesund ernähren wollen und das ohne unsere Natur zu schaden.

    Empfehlung

    Welche Konzepte es zu entzündungshemmender Ernährung insbesondere bei Autoimmunerkrankungen wie Hashimoto gibt und wie du sie stressfrei umsetzen kannst, erläutere ich in meinem nächsten Webseminar. Hier warten auch Checklisten, Einkaufshilfen, Beispielrezepte und ein neues E-Book.

    Buchung sind möglich unter: https://peggywolf.de/workshop-ernaehrung-bei-hashimoto/


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