Dezember 20

Nüsse und Samen

Weihnachten ohne Nüsse? Kaum vorstellbar.

Die Weihnachtszeit dient im christlichen Glauben dazu, an das Wort Gottes zu kommen, welches sich symbolisch in der harten Schale der Nuss versteckt.

Nüsse werden auch als „Himmelsgabe für die Armen“ bezeichnet. Weil sie so besonders nahrhaft sind trugen sie dazu bei, dass die armen Menschen im Winter nicht verhungerten.

Außerdem steht die Nuss als Symbol für Fruchtbarkeit.

Botanisch gesehen gehören Nüsse zum Obst. Die Schalenschichten der Nussfrucht verholzen. Sie umschließen den Samen, den wir umgangssprachlich als Nuss bezeichnen. Streng genommen sind nur Wall-, Hasel-, Macadamianüsse, Bucheckern und Esskastanien echte Nüsse. Erdnüsse sind Hülsenfrüchte. Mandeln, Pistazien, Kokosnuss und Pekannüsse gehören zu den Steinfrüchten. Cashews sind die Kerne des Cashewapfels, der zum Schalenobst gehört. Und die Sheanuss gehört eigentlich zu den Beeren.

Sie alle enthalten im Gegensatz zu den meisten Früchten nur wenig Wasser. Dafür jede Menge Fett, Eiweiß, komplexe Kohlenhydrate und Ballaststoffe. Schon eine kleine Menge deckt unseren täglichen Bedarf an Nähr- und Vitalstoffen.

Da auch Lein- und Chiasamen, Sesam, Mohn und auch Hanfsamen vergleichbare Inhaltsstoffe haben, nehmen wir sie alle umgangssprachlich in die Kategorie der Nüsse und Samen auf.

Warum Nüsse so gesund sind

Ja klar denken wir erst mal an die Kalorienbombe, wenn wir in die Knabberbox greifen. Und in der Tat nehmen wir mit 100 Gramm Nüssen mehr als 500 Kalorien zu uns.

Keine Sorge: Den hohen Fettanteil machen vor allem ungesättigte Fettsäuren aus. Diese bezeichnen wir als gesunde Fette, die in unserer modernen Ernährung ehe oftmals zu kurz kommen. Omega 3-Fettsäuren dienen unserem Herz-Kreislaufsystem. Sie senken den Cholesterinspiegel, verdünnen das Blut und reduzieren das Diabetesrisiko. Es wurde nachgewiesen, dass dieses gesunde Fett die Gefahr mindert, an Krebs zu erkranken. Gleichzeitig senken sie das Diabetesrisiko.

Nüsse enthalten in konzentrierter Menge Vitamine E, Vitamine B und C sowie unzählige Mineralstoffe, beispielsweise Zink, Eisen, Magnesium, Kalium oder Calcium. Und dann sind da noch Substanzen wie die gedächtnis- und konzentrationsfördernde Stoffe Cholin und Lecithin und Antioxidantien, die unsere Zellen schützen und unserer Haut Gutes tun. Zudem liefern uns Nüsse viel pflanzliches Protein, das wir zum Muskel- und Knochenaufbau benötigen.

Was alles in den Nüssen steckt

Jede Nuss hat ihren eigenen Scharm oder besser gesagt Nutzen:

Mandeln haben einen hohen Gehalt an Eiweiß. Sie wirken schnell sättigend und helfen bei der Gewichtsreduzierung. Fünf Mandeln langsam gekaut, wirken gegen Heißhungerattacken und Sodbrennen und sind ein idealer Snack für zwischendurch. Außerdem reduzieren sie die Einlagerung von Fett in der Leber.

Haselnüsse enthalten sehr viel Vitamin E. Das schützt unsere Zellen, bekämpft Falten, sorgt für eine straffe Haut und verhindert vorzeitiges Altern. Daneben enthalten Haselnüsse viel Lecithin, das unsere Nerven und Gehirnleistung verbessern kann.

Walnüsse unterstützen aufgrund ihres hohen Gehaltes an Vitamin B und ungesättigten Fettsäuren unsere Denk- und Konzentrationsfähigkeit. Gleichzeitig halten ihre Nährstoffe die Gefäße geschmeidig und schützen vor Arteriosklerose. Außerdem sind sie ein wichtiger Omega-3- und Omega-6-Lieferant und somit besonders für Vegis und Veganer *innen wichtig. Besonders Walnüsse aber auch Kürbiskerne wirken sich positiv auf unsere Gelenke aus, weil sie entzündungshemmend wirken und unsere Körperzellen stärken.

Auch Macadamianüsse enthalten besonders viel ungesättigte Fettsäuren. Zehn Stück täglich sollen einen zu hohen Cholesterinspiegel senken helfen. Mehr ist nicht anzuraten, da 100 Gramm über 700 Kilokalorien liefern.

In Erdnüssen finden wir neben reichlich ungesättigte Fettsäuren, B-Vitamine, Vitamin E, hochwertigem Eiweiß und Mineralstoffen die Aminosäure Tryptophan. Im Körper wird diese zu Serotonin – das sogenannte Glückshormon umgewandelt. Das hebt unsere Stimmung und boostert unsere gute Laune.

Cashewnüsse versorgen uns besonders gut mit Eisen und Magnesium. Sie bauen Muskel und Knochen auf, unterstützen unsere Muskelarbeit und schützen bei Überlastung vor Krämpfen. Ideal also für alle, die viel Sport treiben.

Paranüsse haben einen hohen Gehalt an Zink und Selen. Als natürliches Aphrodisiakum beeinflussen beiden Spurenelemente den Testosteronspiegel und die körperliche Leistungsfähigkeit. Sie erhöhen die Libido auch bei Frauen. Aufgrund ihres hohen Selenanteils eignen sich Paranüsse auch ideal für Hashimoto-Erkrankte.

Aber Achtung: Paranussbäume speichern in ihrem tiefreichendem Wurzelgeflecht Radioaktivität. Aus diesem Grund sollten wir davon nicht mehr als zwei pro Tag essen.

Sesam enthält reichlich Eisen, Kalzium, Vitamin B3 und Selen. Es stärkt somit unser Immunsystem, schützt die Zellmembranen und unterstützt die Regeneration der Haut, Muskeln, Nerven und DNA.

Leinsamen enthalten pflanzlich gesehen den höchsten Anteil an Omega 3 – Fettsäuren. Zusätzlich verfügen sie über einen hohen Anteil an Lignanen und Ballaststoffen. Damit können sie insbesondere das Risiko einer Brustkrebserkrankung reduzieren. Die Schleimstoffe der Leinsamen helfen bei Entzündungen, regen die Darmtätigkeit an und helfen bei Verstopfung.

Hanfsamen enthalten unter anderem Eisen, Kalium, Magnesium, essentielle Aminosäuren und Gamma-Linolensäure, welche entzündungshemmend wirken und den Stoffwechselprozess ankurbeln.

Wer auf Nüsse verzichten sollte:

Dass Menschen mit einer Allergie gegen Nüsse auf diese verzichten sollten, ist selbstverständlich. Auch wer gegen Birkenpollen allergisch ist, verträgt oft auch keine Nüsse, weil sich die allergieauslösenden Substanzen bei beiden sehr ähneln. Auch Kinder unter fünf Jahren sollten keine Nüsse essen, da die Erstickungsgefahr sehr hoch ist.

Hashimoto – Erkrankte sollten auf Erdnüsse verzichten, da diese die Aufnahme von Jod und die Bildung von Schilddrüsenhormonen hemmen.

Fazit:

Gerade im Winter sind Nüsse ideale Nährstoff- und Vitallieferanten. Ihre gesunden Fette und die viele Nährstoffe wirken sich positiv auf unsere Gesundheit, das Wohlbefinden, unsere Leistungsfähigkeit und unsere Stimmung aus.

Eine Handvoll täglich – also zwischen 25 und 40 Gramm empfiehlt auch die Deutsche Gesellschaft für Ernährung. Natürlich ungeröstet und ungesalzen, als Zwischenmahlzeit, auf dem Salat oder im Müsli und ganz sicher auf jedem Weihnachtsteller ergänzen sie unsere gesunde Ernährung.


Tags


You may also like

psychische Gesundheit

psychische Gesundheit

Keimlinge und Sprossen

Keimlinge und Sprossen
{"email":"Email address invalid","url":"Website address invalid","required":"Required field missing"}

Hol Dir hier Deine Checkliste zur Ernährung - kostenlos!